Herkunft
Das Anthurium, auch Flamingoblume genannt, stammt aus den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas. Die Pflanze gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae), die etwa 1000 Arten umfasst. Die meisten dieser Arten kommen in tropischen Regionen vor.
Merkmale
Das Besondere am Anthurium sind seine leuchtend bunten Blüten, die das ganze Jahr über blühen. Diese Zierpflanze hat dunkelgrüne, glänzende Blätter; ihre Blüten zeichnen sich durch herzförmige Hochblätter und gelbe Blütenstände aus. Im ausgewachsenen Zustand erreicht die Pflanze eine Höhe von etwa 60 cm.
Pflege
Die Pflege des Anthuriums erfordert eine warme und helle Umgebung mit indirektem Sonnenlicht. Die Pflanze benötigt außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit, und zwischen den Wassergaben sollte die Erde leicht austrocknen. Die Pflanze ist nicht frostbeständig, daher sollte sie in den Wintermonaten am besten im Haus gehalten werden. Für ein gesundes Wachstum wird empfohlen, sie einmal pro Quartal mit Flüssigdünger zu behandeln.
Einige Profi-Tipps für die Blüte:
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Die „Blüten”: Was wir als Blüten sehen, sind eigentlich modifizierte Blätter (Hochblätter). Die echten, winzigen Blüten befinden sich auf dem mittleren, gelben „Stiel” (Stiel).
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Reinigung: Auf den glänzenden Blättern setzt sich leicht Staub ab, der die Photosynthese behindert. Es lohnt sich, sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen – dadurch werden sie nicht nur gesünder, sondern auch die orangefarbenen Töne kommen besser zur Geltung.
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Feuchtigkeitsbedarf: Wenn die Blattspitzen anfangen, braun zu werden, ist das normalerweise ein Zeichen für trockene Luft. In diesem Fall ist die Pflanze für ein wenig Wassernebel auf den Blättern dankbar (die Blüten sollten jedoch nicht direkt mit Wasser in Berührung kommen).
Die Wurzeln der Flamingoblume (Anthurium) sind sehr speziell: Sie sind fleischig, zerbrechlich und leben in der Natur oft auf Baumstämmen (epiphytisch), weshalb sie viel Sauerstoff benötigen.
Hier sind die wichtigsten Punkte für das Umtopfen:
1. Die richtige Erdmischung (das Geheimnis)
Pflanzen Sie sie niemals in einfache, dichte Blumenerde, da diese die Wurzeln leicht ersticken kann!
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Das Rezept: Mischen Sie allgemeine Blumenerde mit Kiefernrinde (wie sie für Orchideen verwendet wird) und etwas Perlit.
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Warum? Diese Mischung bleibt locker und lässt die Wurzeln atmen, während sie gleichzeitig das Wasser schnell ableitet.
2. Wann und in welchen Topf?
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Wann: Topfen Sie die Pflanze nur um, wenn die Wurzeln den Topf vollständig ausfüllen oder aus dem Boden herauswachsen (in der Regel alle 1–2 Jahre). Die beste Zeit dafür ist der Frühling.
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Größe: Wählen Sie nur einen Topf, der eine Nummer (2-3 cm) größer ist. Die Flamingoblume mag es, wenn ihre Wurzeln etwas „eng” stehen – das regt die Blüte an.
3. Ablauf des Umtopfens
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Seien Sie sehr vorsichtig, da die Wurzeln leicht brechen können.
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Pflanzen Sie die Pflanze nicht tiefer als zuvor! Wenn der Wurzelballen zu tief in der Erde steckt, können die Stiele leicht anfangen zu faulen.
Tipp: Wenn Ihre Pflanze „auf den Beinen steht” (d. h. der Stamm ragt aus der Erde heraus und bildet Luftwurzeln), versuchen Sie nicht, sie tiefer einzupflanzen. Legen Sie stattdessen etwas feuchtes Moos (Sphagnum-Moos) um die Luftwurzeln herum, sie wird es Ihnen danken!